Erfahrungsbericht,  Trostworte

Gott & mein Leid – Magalis Trost

Magali von @hopekinderwunschzeit

An manchen Tagen fällt es mir schwer, an Gottes Güte zu glauben. In Gedanken stelle ich mir vor, wie ich vor Gott stehe und er ruhig vor mir steht. Wie ein Kind stampfe ich mit den Füßen auf, Tränen laufen mir über das Gesicht, und ich lasse meine Wut an ihm aus. „Das ist nicht fair!“ Und weißt du was, Gott hat kein Problem mit unseren Fragen und Zweifeln. Gott kann mit unseren Emotionen und Gefühlen umgehen.

Schaue nur in die Bibel, wie die Psalmen, die Klagelieder oder Hiob. Diese Bücher sind voll von Klagen und Beschwerden gegenüber Gott angesichts der Kämpfe ihrer Verfasser. Keiner dieser Autoren hielt seine Gefühle vor Gott zurück – und das sollten wir auch nicht tun.

Bei HOPE Kinderwunschzeit dürfen alle Fragen und Zweifel ausgesprochen werden und so durfte ich erfahren, dass Gott im Verlust Hoffnung schenkt. Aber was bedeutetet das? In der Gemeinschaft derjenigen, die auf ein Kind warten oder ein Baby verloren haben, bedeutet Hoffnung oft, ein Regenbogenbaby in den Händen zu halten. Selbst in Kirchen und Glaubensgemeinschaften wird Hoffnung in Form von erhörten Gebeten und Heilung verstanden.

Doch was ist mit denen, die nie das erhoffte Ergebnis erhalten – zumindest nicht in diesem Leben? Die Trauernden brauchen eine Hoffnung, die über das erhoffte Ergebnis hinausgeht. Sie brauchen eine Hoffnung, die sicher ist, eine Hoffnung, die über das Grab hinausreicht.

Die gute Nachricht ist, dass es als Christ möglich ist, diese Art von Hoffnung und Frieden selbst inmitten der dunkelsten Trauer zu erfahren – eine Hoffnung, die aus dem Wissen kommt, dass der Tod nicht das endgültige Ende unserer Geschichte ist.

Natürlich macht das die Verluste im Hier und Jetzt nicht weniger schmerzhaft. Aber es ist auch ein unglaublicher Trost, in den Himmel zu blicken und zu wissen, dass Frauen ihre Babys eines Tages in der Ewigkeit im Arm halten werden.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.